allgemeine geschäftsbedingungen
Stand: August 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen KREATIKA · Maximilian A. Grimm, Kuglerstraße 2, 90449 Nürnberg (nachfolgend „Anbieter“) und seinen Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“) über IT-Dienstleistungen, Softwareentwicklung, Betrieb und Betreuung von IT-Systemen sowie über die Bereitstellung von Software als Abonnement.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis solcher Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt.
(3) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter erbringt je nach Vereinbarung eine oder mehrere der folgenden Leistungen: Konzeption und Entwicklung von Software und Websites, Beratung, Einrichtung, Betrieb und Betreuung von IT-Systemen, Support sowie die Bereitstellung eigener webbasierter Software zur Nutzung über das Internet (Software as a Service).
(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Auftragsbestätigung oder der Leistungsbeschreibung des gebuchten Produkts. Diese gehen diesen AGB im Konfliktfall vor.
(3) Bei Dienstleistungen schuldet der Anbieter die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Tätigkeit, nicht den Eintritt eines bestimmten wirtschaftlichen Erfolgs. Ein Werkvertrag kommt nur zustande, wenn dies ausdrücklich vereinbart ist.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung von Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Angebote des Anbieters sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Der Vertrag kommt durch Auftragsbestätigung in Textform oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
(3) Bei Software-Abonnements kommt der Vertrag mit der Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter oder mit der Freischaltung des Zugangs zustande.
§ 4 Leistungserbringung und Termine
(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen nach den anerkannten Regeln der Technik. Er ist berechtigt, Subunternehmer einzusetzen; seine Verantwortlichkeit gegenüber dem Kunden bleibt davon unberührt.
(2) Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich in Textform als verbindlich vereinbart wurden. Verzögerungen, die auf fehlender oder verspäteter Mitwirkung des Kunden beruhen, verlängern vereinbarte Fristen angemessen.
(3) Der Anbieter darf die Leistungen weiterentwickeln und an den Stand der Technik anpassen, solange der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt die für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Zugänge und Ansprechpartner rechtzeitig und vollständig bereit.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass er an überlassenen Inhalten (Texte, Bilder, Logos, Daten) die erforderlichen Rechte besitzt. Er stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung dieser Pflicht entstehen, es sei denn, der Kunde hat die Rechtsverletzung nicht zu vertreten.
(3) Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich, soweit keine Datensicherung ausdrücklich als Leistung vereinbart ist. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
§ 6 Vergütung und Zahlung
(1) Es gilt die im Angebot oder in der Leistungsbeschreibung genannte Vergütung. Gegenüber Unternehmern verstehen sich alle Preise netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer; gegenüber Verbrauchern sind die Preise Endpreise einschließlich Umsatzsteuer.
(2) Leistungen nach Aufwand werden nach den vereinbarten Stundensätzen abgerechnet. Ohne abweichende Vereinbarung erfolgt die Abrechnung monatlich.
(3) Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig, sofern nichts anderes vereinbart ist. Abonnements werden im Voraus für die jeweilige Abrechnungsperiode berechnet.
(4) Die Zahlungsabwicklung erfolgt je nach gewählter Zahlungsart per Überweisung oder über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. Bei Zahlung über Stripe gelten ergänzend deren Bedingungen für die Zahlungsabwicklung. Der Anbieter erhält dabei keine vollständigen Zahlungsdaten des Kunden.
(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen. Bei erheblichem Zahlungsverzug kann der Anbieter nach vorheriger Ankündigung in Textform und angemessener Nachfrist laufende Leistungen bis zum Ausgleich aussetzen. Bei Verbrauchern gilt dies nur, soweit die Aussetzung unter Berücksichtigung ihrer Interessen zumutbar ist.
(6) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu. Die Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
§ 7 Laufzeit und Kündigung von Abonnements
(1) Abonnements laufen über die vereinbarte Mindestlaufzeit und verlängern sich jeweils um die gleiche Periode, wenn sie nicht fristgerecht gekündigt werden.
(2) Monatliche Abonnements können zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode gekündigt werden, jährliche Abonnements mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit. Die Kündigung bedarf der Textform; die Kündigung über die Verwaltungsfunktion des Produkts genügt.
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung von mindestens zwei Abrechnungsperioden in Verzug ist oder die Leistungen missbräuchlich nutzt.
(4) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden dessen Daten für 30 Tage zum Export bereit und löscht sie anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 8 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter strebt für seine Software-Abonnements eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an, gemessen am Zugang zur Anwendung. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist.
(2) Nicht als Ausfall gelten Zeiten geplanter Wartung, die der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchführt und rechtzeitig ankündigt, sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, insbesondere bei Vorleistungen Dritter oder höherer Gewalt.
§ 9 Nutzungsrechte
(1) An individuell erstellten Arbeitsergebnissen räumt der Anbieter dem Kunden mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung das einfache, räumlich und zeitlich unbeschränkte Recht ein, diese für den vertraglich vorgesehenen Zweck zu nutzen.
(2) An Software, die der Anbieter als Abonnement bereitstellt, erhält der Kunde für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung. Eine Überlassung an Dritte, Vervielfältigung oder Bearbeitung außerhalb des vertraglich vorgesehenen Umfangs ist nicht gestattet.
(3) Vorbestehende Komponenten, Werkzeuge, Bibliotheken und Konzepte des Anbieters verbleiben bei diesem. Der Anbieter bleibt berechtigt, das dabei erworbene allgemeine Know-how frei zu verwenden.
(4) Setzt eine Leistung Komponenten Dritter oder Open-Source-Software ein, gelten insoweit deren Lizenzbedingungen vorrangig.
§ 10 Daten und Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach den geltenden Datenschutzvorschriften. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Dieser geht diesen AGB im Umfang seiner Regelungen vor.
(3) Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingebrachten Daten verantwortlich.
§ 11 Gewährleistung
(1) Für Werkleistungen gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Der Anbieter kann wählen, ob er einen Mangel durch Nachbesserung oder Neuherstellung beseitigt.
(2) Unternehmer haben offensichtliche Mängel unverzüglich nach Abnahme in Textform anzuzeigen, verdeckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung. Für Verbraucher gilt diese Rügeobliegenheit nicht.
(3) Bei Software-Abonnements gilt das Mietrecht entsprechend. Eine verschuldens- unabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen; gegenüber Verbrauchern gilt dieser Ausschluss nicht.
(4) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Abnahme. Dies gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Fristen.
§ 12 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Dies gilt nicht, soweit die Datensicherung ausdrücklich zum Leistungsumfang gehört.
(5) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeitenden, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Vertraulichkeit
(1) Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur für Zwecke des Vertrags. Diese Pflicht besteht für die Dauer von drei Jahren nach Vertragsende fort.
(2) Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden, unabhängig entwickelt wurden oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.
§ 14 Referenznennung
Der Anbieter darf den Kunden mit Namen und Logo als Referenz nennen und Arbeitsergebnisse in seinem Portfolio zeigen, sofern der Kunde dem nicht in Textform widerspricht. Vertrauliche Inhalte bleiben ausgenommen.
§ 15 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei Verträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die Frist beginnt mit Vertragsschluss.
(2) Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung gegenüber KREATIKA · Maximilian A. Grimm, Kuglerstraße 2, 90449 Nürnberg, grimm@kreatika.de. Zur Wahrung der Frist reicht die rechtzeitige Absendung.
(3) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass die Leistung schon vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, schuldet er bei Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen. Bei digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter mit ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers und dessen Kenntnis vom Erlöschen mit der Ausführung begonnen hat.
(4) Gegenüber Unternehmern besteht kein Widerrufsrecht.
§ 16 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese AGB für laufende Dauerschuldverhältnisse ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder technische Gegebenheiten erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
§ 17 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Schutzvorschriften des Staates entzogen werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Nürnberg ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis.
(3) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
KREATIKA · Maximilian A. Grimm · Kuglerstraße 2 · 90449 Nürnberg
USt-IdNr. DE249433890